Reisen mit Abstand: hier geht's - Teil 4: Der Steigerwald

Reisen mit Abstand: hier geht's - Teil 4: Der Steigerwald

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Warum es sich nicht nur in diesem Jahr lohnt, die Alpen links liegen zu lassen und die Mittelgebirge mal genauer unter die Lupe zu nehmen? Was in den Alpen verboten ist, das darf man hier. Wer Lust auf Outdoor-Touren hat, kommt auch mit einer normalen Grundkondition aus. Und die Regionen bieten oft viel mehr Abwechslung als man ahnt.

REISEN MIT ABSTAND - TEIL 4: URLAUB IM STEIGERWALD

Eine solche Region liegt im Norden von Bayern: der Steigerwald, ein fast 500 Meter hoher Mittelgebirgszug zwischen Würzburg und Nürnberg, im Herzen Frankens. Fast schon poetisch umschreibt der Franke den Steigerwald als ein Gebiet zwischen sonnigen Weinbergen, uralten Wäldern und dem Land der 1000 Himmelsweiher. Und tatsächlich gibt es hier nicht nur vom Regen gespeiste Teiche, sondern auch die ältesten Buchenwälder Deutschlands.

KLEINES ABENTEUER IN DER FRÄNKISCHEN WILDNIS

Eigentlich schade, das Wildes Campen von den Alpen bis hin zur Ostsee verboten ist. Aber es gibt Ausnahmen: in immer mehr Mittelgebirgen und Naturparks darf naturnah übernachtet werden. Bepackt mit Zelt und Rucksack können Naturliebhaber seit 2018 auch im Steigerwald nach einer Tagestour einen von zehn ausgewiesenen Trekkingplätzen ansteuern. Jeder Platz hat eine Feuerstelle, ein Plumps-Klo und Platz fürs Zelt. Und - Achtung Alpen, aufgehorcht! - jede Übernachtungsstelle ist per App online buchbar. Wer dort am Abend vor dem knisternden Lagerfeuer sitzt, ist der Natur schon ein gutes Stück nähergekommen.

FERNWANDERN AUF PRÄMIERTEN PFADEN

Aber für viele geht ja bekanntlich nichts über ein ordentliches Bett. Wer schon immer mal Lust auf eine Fernwanderung hatte, der sollte unbedingt mit dem 9-tägigen Steigerwald-Panoramaweg von Bad Windsheim bis ins UNESCO-Weltkulturerbe nach Bamberg starten. Die Tour wurde 2011 sogar als zweitschönste Wanderung Deutschlands ausgezeichnet. Auf 161 km führt die Strecke durch unberührte Wälder, bietet großartige Ausblicke auf die Weinberge, erlaubt Rast in urigen Gasthäusern - der Wein will ja auch verkostet werden - und geht vorbei an steinalten Burgenruinen und durch bezaubernde Fachwerkstädtchen. Nicht nur, dass man sich am Abend ins gemachte Bett plumpsen lassen kann, es gibt sogar einen organisierten Gepäcktransport. Wandern auf die fürstliche Art!

steigerwald sanfte huegel

KLETTERN BIS IN DIE BAUMWIPFEL

Gemütlich kommt man im Steigerwald auch auf Baumkronen-Level und höher. Der Baumwipfelpfad bei Ebrach führt erst sachte ansteigend auf einem Holzsteg vorbei an Buchen und Eichen und schraubt sich schließlich über einen 42 Meter hohen Turm in Richtung Himmel. Mein schönstes Erlebnis: eine Gruppe von Rollis, die den Gipfel natürlich schneller erreicht haben als ich. Von ganz oben ist der Ausblick weit und erhaben. Wie eine fränkische Freiheitsstatue ragt der Turm aus dem dichten Wald und gibt den Blick frei auf die sanften Hügel des Steigerwalds und die sonnenverwöhnten Rebenhänge in der Ferne.

WEIN- UND BIERFRANKEN

Apropos Wein! Denn kulinarisch kann der Steigerwald übrigens auch. Kurios, aber Tatsache: mittig teilt sich der Steigerwald auf zwischen Wein- und Bierfranken. Im Westen: junge Winzer, die das traditionelle Handwerk der Eltern übernehmen und mit ihren eigenen Ideen in die Jetztzeit bugsieren. Im Osten: die auf kleinsten Raum größte Ansammlung von Mikro-Biermanufakturen, die auch jenseits der Landesgrenzen große Beachtung finden. Und? Immer noch mehr Lust auf die Alpen?

steigerwand in den weinbergen

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Panoramabild Baumwipfelpfad: © Bayerische Staatsforsten AöR