Harzverbunden Waldquartier, Bad Grund, Oberharz

Harzverbunden Waldquartier

Manchmal ist es mutiger zu bleiben als zu gehen. Tatsächlich haben die Protagonisten dieser Geschichte nie ernsthaft erwogen, ihre Heimat zu verlassen. Reisen: Ja! Weggehen: Wieso? Tief die Liebe zur Natur, innig die Verbundenheit zu den Orten, an denen sie aufwachsen und den Menschen im Harz, so herzlich knorrig sie mitunter sein können. Über das lapidare »Ach, ihr seid ja immer noch da« lachen Larissa und Daniel heute gemeinsam mit den Freunden, die nach der Schule bald das Weite suchten. Denn 2022 haben sich die beiden ihren persönlichen Traum erfüllt, der zweifelsohne als eine einzige Liebeserklärung an den Harz gedeutet werden darf.

Wahrscheinlich muss man Quereinsteiger sein, um die Courage für so einen straffen Zeitplan aufzubringen. Oder vollgepumpt mit kreativer Energie. Intuitivem Handwerksgeschick. In jedem Fall mit einer glasklaren Vision. Ihr ahnt es: Es ist die Mischung aus allem, die Larissa und Daniel scheinbar Flügel verleiht. In Eigenregie verwandeln die zwei in nur sieben Monaten zehn marode Holzhäuser aus den 60er Jahren in zeitgeistige Waldquartiere, kreieren einen zentralen Ort, an dem sie unkompliziert Menschen zusammenführen möchten - am Lagerfeuer, zu besonderen Events oder erholsamen Retreats unter schützenden Tipi-Dächern.

Pures Glück! Aus der Vogelperspektive ähnelt das »Harzverbunden Waldquartier« einem Hufeisen. Versteckt in einem kleinen Wald liegt es oberhalb von Bad Grund an einem Berghang. Im Sommer brummen Bienen hier fleißig um die eigenen Bienenstöcke, hüpfen Hühner entzückt über das Gelände, köstlich duften die Kräuter, die auf der Bergwiese stehen - und auch den quartiereigenen Schafen schmecken. Das unverfälschte Stück Natur ist sein wahrer Schatz. Dass alles auch noch so hübsch aussieht, eine nicht zu unterschätzende Beigabe. Wer auf der Loggia eines der nordisch-schick eingerichteten Häuser am Morgenkaffee nippt, verzeiht den Kids rasch, dass sie auf dem Weg zum Hühnerstall lieber schaukeln gehen, statt Frühstückseier zu holen. Und wird schätzen, dass die weltoffenen Gastgeber das »Weite« in den mystischen Wäldern ihrer Heimat gesucht und gefunden haben.



hiersein-Themen

natur

  • Auf dem 11.000 qm großen Gelände gibt jede Menge bienenfreundliche Wildblumen und Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten, im Wäldchen stehen zahlreiche alte Haselnussbäume; rund 90 % der Fläche bleibt ungemäht und damit weitgehend naturbelassen
  • Die Gastgeber halten eigene Hühner, teils alte einheimische Rassen wie Vorwerkhühner und Bielefelder Kennhühner, die auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen geführt werden - und zusammen mit anderen Kolleg:innen köstliche Frühstückseier legen
  • Schafböcke, die ein neues Zuhause brauchten, beweiden Teile der Waldquartier-Wiesen und übernehmen damit einen Teil der Grünflächenpflege
  • Gastgeberin Larissa hat eine Ausbildung im Bereich Pflanzenheilkunde absolviert, ihr Wissen teilt sie gerne bei ausgewählten Firmenevents und Naturformaten
  • Es wird separat auf umsichtigen Wasserverbrauch hingewiesen, Duschköpfe und Wasserhähne sind mit wassersparenden Aufsätzen ausgestattet
  • Für eine strikte Mülltrennung sorgen separate Müllbehälter in den Häusern und eine zentrale Sammelstelle; der Kompost darf im Hühnerstall vorbeigebracht werden
  • Bei der Reinigung der Ferienhäuser erfolgt zu 70 % mit ökologischen Produkten (Frosch) und zu 30 % mit konventionellen Reinigungsmitteln, wenn hygienisch erforderlich
  • Die gesamte Gästewäsche wird direkt vor Ort gewaschen; ein Großteil der Wäsche trocknet an der Luft, ergänzend wird ein Trockner genutzt

haus

  • In Eigenleistung (ca. 90%) haben Larissa und Daniel die zehn traditionell im harztypischen Stil erbauten Häuser aus den 60er Jahren komplett kernsaniert; im Sanitärbereich wurden sie durch lokale Handwerker:innen unterstützt, die aus einem Umkreis von max. 15 km stammen
  • Beim Austausch maroder Teile verwendeten sie überwiegend Holz aus dem Harz
  • Die Einrichtung ist ein harmonisches Miteinander aus Alt und Neu: Gebrauchte Schmuckstücke wurden liebevoll wiederaufbereitet und mit neuen Möbelstücken, die überwiegend aus Holz bestehen, und Deko-Gegenständen in passenden Farben ergänzt
  • Vom benachbarten Förster erhielten sie Holz, das dem Borkenkäfer zum Opfer fiel; der Schreiner im Ort verarbeitete es so, dass Daniel daraus neue Möbel fertigen konnte
  • Für ein gesundes Raumklima wurden die Wände mit atmungsaktiven, feuchtigkeitsregulierenden und ökologischen Kalkfarben (BAUWERK Colour und Kreidezeit Naturfarben) gestrichen

mensch

  • Das Herzensthema der Gastgeber von »Harzverbunden« ist das Zusammenbringen von Menschen im Harz, daher auch der Name; neben Retreats, Hochzeiten und Firmenevents, organisieren sie auch besondere Veranstaltungen, wie den Wintermarkt mit regionalen Produzent:innen für Einheimische und Gäste
  • Lebensmittel kaufen sie überwiegend in Geschäften der näheren Umgebung ein, größere Gebinde, die sie insbesondere für Veranstaltungen benötigen, beziehen sie über den Großhandel in Goslar
  • Ehrenamtlich engagieren sich Larissa und Daniel außerdem für den Erhalt alter Gebäude im Harz


und sonst so?

  • Jedes der zehn Ferienhäuser ist individuell eingerichtet und eignet sich mit seiner einheitlichen Größe von 70 qm, zwei Schlafzimmern mit Doppelbett und einer kuschligen Schlafkoje mit Schiebetür für bis sechs Übernachtungsgäste
  • Der Mindestaufenthalt beträgt zwei Nächte, ab drei Nächten entfällt der Aufschlag für den Kurzaufenthalt
  • In den Ferien gilt ein Mindestaufenthalt von vier, über Weihnachten und Silvester von sechs Nächten
  • Hunde sind herzlich willkommen, für Allergiker bleibt eine Hütte (Nr. 48) komplett hundefrei
  • Eines der Häuser ist rollstuhltauglich
  • Alle Häuser verfügen über eine perfekt eingerichtete Küche und einer Erstausstattung an Verbrauchsgütern, wie z.B. Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Toilettenpapier, etc.
  • Im großzügigen Wohn-, Essbereich sorgt ein Kaminofen für angenehme Wärme; Fernseher ist vorhanden, das WLan ist derzeit noch etwas unstabil, an einer Lösung wird aber fleißig gearbeitet
  • Morgenmuffel können sich einen Frühstückskorb mit regionalen Produkten (vegan & vegetarisch) bestellen
  • Wer Lust hat, trifft sich mit anderen Gästen zwanglos am Lagerfeuer oder grillt zusammen, im Wäldchen erwartet euch zwischen den Bäumen eine rustikale Fass-Sauna
  • In zwei Riesenhut-Tipis könnt ihr naturnahe Hochzeiten und Feste feiern, eure Yoga-Retreats und Team-Workshops abhalten, Larissa kümmert sich leidenschaftlich um Orga und Deko, »Chefkoch« Daniel ums Catering
  • Für Kinder stehen Rutschen, Schaukeln, eine Tischtennisplatte und viele Spiele zum Ausleihen bereit - bald soll es auch einen richtigen Naturspielplatz geben
  • Eltern werden es lieben: es gibt hier weder eine Durchfahrtsstraße noch ein Gewässer, in das man plumpsen könnte
  • Der umliegende Wald ist am Wandernetz angeschlossen und top für lange Spaziergänge mit oder ohne Hund
  • Ein tolles Wanderziel ist der »WeltWald Harz« mit 600 Baum- und Straucharten aus aller Welt und einem Indianerpfad mit Hängebrücke für die Kids
  • Vom Waldquartier erreicht ihr aber auch schnell die beliebten Highlights im Harz


Fotos:

© Polyluchs