Landhotel Martinsmühle, Lindau, Bodensee, Bayern

Landhotel Martinsmühle

Und so ganz allmählich ahnt man es. Auf der Fahrt in das Bodenseehinterland. Es gibt sie also doch, diese kleinen versteckten Orte, die einen schon bei der Anreise in einen Zustand innerer Ruhe und tiefer Zufriedenheit versetzen. Noch einmal um die Kurve und da liegt es, das bezaubernde Landhotel Martinsmühle. Umrahmt vom Mühlbach, Streuobstwiesen und Wäldern war die Martinsmühle bis in die 60er Jahre noch eine aktive Getreidemühle. Nach einem Brand im Jahr 1978 baute die Familie Martin das Anwesen wieder auf und richtete die ersten Fremdenzimmer ein.

Seit einem Vierteljahrhundert wird das Landhotel von der ältesten Tochter Ingrid und Ihrem Mann, Ulrich Kirnbauer mit viel Hingabe, sichtbarem Gespür für Modernes und großem Respekt vor der Natur und der Vergangenheit geführt. 'Ich bin ein Bewahrer und Retter alter Dinge' sagt Herr Kirnbauer. Und tatsächlich, beim Flanieren durch das Haus spürt man ihn ganz sachte, den Hauch von Nostalgie. Alte Dinge, die es wert sind, aufgehoben und neu inszeniert zu werden - Upcycling im besten Sinne.

Das schön restaurierte Haupthaus mit seinen 21 Zimmern ist durch einen modernen Holzanbau mit der ehemaligen Scheune, dem Stadl verbunden. Hier befinden sich neben dem Familienapartment Max, Moritz und Michel (für zwei Erwachsene und drei Kinder) noch drei weitere Doppelzimmer-Apartments, jeweils mit Balkon, der durch das Vordach der Scheune geschützt ist. Apropos Kinder - die haben hier wirklich die Qual der Wahl. Lieber Katzen, Kaninchen, Zwergziegen und Hofhund Tatze streicheln oder doch erst zur Nussbaumschaukel in den großen Bauerngarten? Erwachsene dürfen noch ein wenig länger sitzen bleiben, hier auf der schönen Sonnenterrasse oder der luftigen Lobby des Anbaus und ihr Frühstück genießen, mit den selbst gemachten Marmeladen, eigenem Honig und dem Apfelsaft aus eigener Pressung.

Aber irgendwann packt er einen dann doch, ein unbändiger Tatendrang, das Bodenseehinterland zu erwandern oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Vor allem im Frühjahr und Frühsommer kann man sich gar nicht sattsehen am unglaublich farbenfrohen Blütenmeer der Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Zwetschgenbäume. Und dann ist da noch das Schwäbische Meer, wie der Bodensee auch im bayerischen Teil liebevoll genannt wird, mit seinen zahlreichen Wassersport- und Ausflugsmöglichkeiten. Oder doch lieber mit einem Buch aus der hauseigenen Bibliothek ein schattiges Plätzchen im Garten suchen? Vielleicht nächstes Jahr, denn eines ist gewiss - wir kommen wieder!



hiersein-Themen

haus

  • Für den modernen Holzanbau, der das Haupthaus mit der ehemaligen Scheune verbindet, wurden ausschließlich heimische Hölzer (Weißtanne und Eiche) benutzt
  • Der Architekt Philip Lutz stammt aus dem benachbarten Bregenzerwald im österreichischen Vorarlberg und hat für die Planung und Umsetzung des Verbindungstraktes den Allgäuer Holzpreis gewonnen
  • Alle 21 Zimmer des Haupthauses wurden neu renoviert, haben gebürstete Parkettböden und Vollholzmöbel, die teils mit Bauernmalerei verziert wurden
  • Das Thema 'Upcycling' zieht sich durch das ganze Haus. Nostalgische Bakelit-Telefone auf den Zimmern, Großmutters Radio im 'Schneckenwetter'-Raum, alte Steinguttöpfe als Blumenkübel im großen Bauerngarten, Thonet-Stühle aus einer 50er Jahre Eisdiele in der Bibliothek und viele weitere alte Gegenstände, die in gelungener Kombination mit modernen Elementen im gesamten Haus eine neue Aufwertung erfahren

natur

  • Auf dem Hof der Familie Kirnbauer werden Streuobstwiesen, Schilf-Streuwiesen und Wald bewirtschaftet
  • Die Bewirtschaftung der Wiesen erfolgt nach dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm zum Erhalt ökologisch wertvoller Lebensräume. Sie dürfen erst nach dem 1. September gemäht werden, sobald davon auszugehen ist, dass Molche, Schlangen und Vögel, die in dem Schilf gerne brüten einen anderen Rückzugsort gefunden haben
  • Zum Gießen des Gartens wird eigenes Quellwasser benutzt (auch für die Brennerei)
  • Energie für die Warmwasserbereitung wird zusätzlich über eine Photovoltaikanlage sowie eine thermische Solaranlage gewonnen
  • Die Martinsmühle vermeidet - wo immer möglich - konsequent Einwegplastik und Einweggebinde
  • Der in der Küche gewonnene Biomüll wird kompostiert oder an die Tiere auf dem Hof verfüttert
  • Alle Zimmer haben nachfüllbare Dusch- und Shampoo-Behälter mit köstlich duftenden Molkeprodukten eines Produzenten aus dem nahen Egg im Vorarlberg

essen

  • Für die Zubereitung der Speisen verwendet die Martinsmühle fast ausschließlich Produkte vom Bodensee, dem Allgäu und aus dem Bregenzerwald
  • Die Weine stammen von den Winzern der Bodenseeregion, die Biere aus dem Allgäu und der Most vom eigenen Hochstammobst
  • Den Käse für die Vesper beziehen Kirnbauers aus dem Allgäu und dem Bregenzerwald
  • Auch das Fleisch und die Wurstwaren kommen aus der Region und von lokalen Produzenten
  • Aus dem Obst der Streuobstwiesen werden eigene Fruchtsirupe, Konfitüren, Schnäpse und Säfte hergestellt, der Honig liefern Onkel Karls' Bienenstämme
  • In Bio-Qualität erhält man unter anderem zahlreiche Tees, das Eis und die köstlichen Mühlenfladen, die aus Bio-Dinkelmehl hergestellt und im eigenen Schamottofen knusprig gebacken werden


und sonst so?

  • Das Hotel hat von März bis Oktober geöffnet und verfügt über insgesamt 25 Zimmer, davon vor allem Doppelzimmer und Mehrbettzimmer für Familien
  • Das Haus besitzt keinen Aufzug; es gibt einige wenige ebenerdige Zimmer
  • Frühstücksraum, Lobby und Rezeption sind über eine Treppe zu erreichen
  • Für das Familienapartment Max, Moritz und Michel (drei Schlafräume für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern) gilt in der Regel ein Mindestaufenthalt von einer Woche
  • Alle anderen Zimmer sind auch für kürzere Zeiträume buchbar, was gerade in der Bodenseeregion ein absoluter Pluspunkt ist
  • Die drei Doppelzimmer-Apartments im Stadl sind der jüngste Neuzugang und mit ihren 21 qm großzügig geschnitten und mit einem gemütlichen 2 x 2 Meter-Boxspringbett und einer Kitchenette eingerichtet; für Paare mit Baby findet auch ein Babybett ausreichend Platz
  • In der hauseigenen Bibliothek im Stadl gibt es neben zahlreichen bequemen Sitzgelegenheiten auch einen Kühlschrank, aus dem sich die Gäste nach Bedarf Getränke nehmen dürfen, die sie dann am Ende Ihres Aufenthalts bezahlen
  • Im 'Schneckenwetter'-Raum können Kinder an verregneten Tagen nach Lust und Laune lesen und spielen - oder doch lieber die Schnecken jagen im Garten?
  • Für die Erwachsenen gibt es im Haupthaus eine Sauna und einen neu gestalteten kleinen Ruhebereich
  • Die Vesperstube für Hausgäste hat am Donnerstag ihren Ruhetag
  • Hunde sind nur auf Anfrage erlaubt
  • Das Haus bietet ausreichend Parkplätze für den eigenen Pkw
  • Die Mühle bietet sich auch ideal als Ausgangspunkt für die beliebten Bodensee-Radtouren an