S'Träumli, Bodenseehinterland, Baden-Württemberg

S'Träumli

Der Wunsch nach etwas Neuem reift auf einem Bulli-Trip, der Charlott und Alexander Schumann nach Georgien und um das Schwarze Meer führt. Noch auf der Fahrt ergreift Charlott jede Wifi-Chance, um für eine Idee zu recherchieren, die sich auf der langen Reise in den Osten so beharrlich in ihren Köpfen festgesetzt hat: der Traum vom gemeinsamen Leben auf dem Land mit eigenem Haus, großem Garten und vielen Tieren. Zurück in Deutschland geht es holterdiepolter, um genau zu sein dauert es fünf Minuten zwischen dem skeptischen Kommentar eines Maklers 'na, ob wir da fündig werden' und seinem fast schon euphorischen Rückruf 'also, meine Kollegin, die hätte da vielleicht was für Sie'.

Wie kitschig-schön der Name ihres neuen Zuhauses klingt, das sich heimelig an den Rand des Bodensees und die Hänge des Hegaus schmiegt. Die Vorgänger haben es nach Schweizer Manier – die Grenze ist nur 30 km entfernt - "S'Träumli" getauft. Als Charlott und Alexander im Herbst 2018 das denkmalgeschützte Bauernhaus übernehmen, können sie ihr Glück eigentlich immer noch nicht ganz fassen. Idylle pur: das Haus umgeben von einem englischen Landschaftsgarten, altem Baumbestand und prachtvoll duftenden Rosenbüschen, wie sie auch in Cornwall nicht besser hinzubekommen wären. Von außen vielleicht etwas unscheinbar, stellt sich das altehrwürdige Haus im Inneren als ein flauschig-florales Bed & Breakfast heraus, in dem sich zwei Suiten befinden: eingerichtet mit viel Herzenswärme und authentisch wie in einem englischen Landhaus. Daran wollen die Schumanns erst einmal gar nichts ändern, denn bereits Vorhandenes und Langlebiges zu bewahren entspricht ganz klar ihrer Vorstellung von Nachhaltigkeit.

Und doch machen die beiden Schritt für Schritt aus dem Hof das, was ihrem eigenen Träumli immer näherkommt. Bauen mit Hilfe von Freunden die riesengroße Scheune zum Tanzschober aus, packen eine Boulderwand hinein und finden sogar Platz für eine kleine Töpferei. Im Garten wachsen neben den Streuobstbäumen jetzt kunterbunt-blühende Wildblumen, neuerdings gibt es ein Gemüsebeet - und auf der Weide, durch die sich ein Bachlauf schlängelt, watscheln die eigenen Enten und Gänse und grasen Schafe. Zwischen den Frühstückstischen picken die Hühner gerne die letzten Krümel auf und die Hauskatzen lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Eines der aktuellen Projekte der Familie - sie sind mittlerweile zu viert mit ihren beiden Töchtern Merle und Anouk - ist der Ausbau einer der Suiten zur Ferienwohnung. Damit bald auch Familien im grünen Gartenidyll Urlaub machen und erleben können, wie gut sich das anfühlt: das Leben auf dem Land.



hiersein-Themen

natur

  • Charlott und Alexander möchten Insekten ihren natürlichen Lebensraum zurückgeben und Artenvielfalt fördern und setzen deshalb auf einen naturbelassenen Garten mit Wildblumen, Altholz, Streuobstwiesen und dem natürlichen Bachlauf
  • Auf dem Grundstück befinden sich ein Teich mit eigener Quellfassung und drei Quellen, die allerdings nur passiv genutzt werden können, indem sie das städtische Wasserwerk speisen
  • Mit einer Photovoltaikanlage auf der Scheune erzeugen die Besitzer ihren eigenen Strom und setzen auch sonst auf energie- und ressourcensparende Technologien ein, wie z.B. LED-Leuchten und Bewegungsmelder
  • Der Biomüll landet auf dem Hauskompost, eingekauft wird bevorzugt in Großpackungen bzw. verpackungsarm/-frei
  • Frische Handtücher für die Gäste gibt es nach 3 Nächten; gewaschen und geputzt wird mit den Produkten eines regionalen und ökologischen Seifenherstellers, die sie in Großkanistern beziehen

haus

  • Das Bauernhaus ist ein denkmalgeschütztes Anwesen von 1860, das von den Vorgängern unter Berücksichtigung von Denkmalschutzrichtlinien mit qualitativ hochwertigen Materialen und Unterstützung von ortsansässigen Handwerksbetrieben renoviert wurde
  • So durfte auch die Photovoltaikanalage nicht auf das Haus selbst gesetzt werden, sondern wurde auf die Scheune außerhalb des Sichtbereichs installiert
  • Die Vorbesitzer haben großen Wert auf eine Einrichtung von guter Qualität und langer Haltbarkeit gelegt; die Schuhmanns haben alle Möbel übernommen und nutzen sie auch weiterhin in ihrem kleinen Bed & Breakfast

essen

  • Das Frühstück im Träumli ist vegetarisch
  • Neben den frischen Eiern achten sie besonders bei tierischen Produkten - wie Milch und Käse - auf Bio-Qualität und versorgen ihre Gäste mit selbst gemachtem Brot und saisonalen Früchten
  • Eine Idee, die Sinn macht: grundsätzlich ernähren sich die Schumanns vegetarisch; müssen sie aber mal eines ihrer Tiere auf dem Hof schlachten, dann essen sie dieses Fleisch, kaufen darüber hinaus aber keines ein
  • Noch reicht die Ernte ihres Permakultur-Gartens nicht, um sich komplett autark zu versorgen; der vermostete Apfelsaft von den Äpfeln der Streuobstwiese langt aber schon mal fürs ganze Jahr

mensch

  • Die Schumis betreiben einen eigenen Food Sharing Point mit weggeworfenen Lebensmitteln
  • Außerdem bieten sie für einen kleinen Unkostenbeitrag über MyCabin eine Zeltplatzmöglichkeit auf ihrem Gartengrundstück an


  • Im Träumli gibt es zwei großzügige Suiten im 1. Obergeschoss, eine Ferienwohnung im Erdgeschoss wird gerade fertiggestellt
  • Ein Mindestaufenthalt von 2 Nächten gilt an den Wochenenden im Juni, Juli und August
  • Ab einer Aufenthaltsdauer von 3 Nächten erhalten Gäste einen Rabatt von 10%, ab 6 Nächsten von 20%
  • Länger zu bleiben lohnt sich schon allein wegen des tollen Klimas und der sanft hügeligen Landschaft im Hegau
  • Der Bodensee ist auch einfach mit dem Fahrrad zu erreichen: von Eigeltingen bis zum Bodensee (Bodman-Ludwigshafen oder Radolfzell) sind es nur 15 km
  • Zum Runterkommen ist das B&B eine top Location, denn es liegt ruhig und abgelegen; gleichzeitig ist es aber auch nicht weit von Ausflugsklassikern wie die Pfahlbauten in Unteruhldingen, Konstanz und der Halbinsel Reichenau (je 36 km) oder dem Hermann Hesse Höri Museum und dem Museum Haus Dix - beide auf der Halbinsel Höri in ca. 26 km Entfernung
  • Und wer Lust hat, sich mal im Gärtnern zu versuchen oder die Hühner zu streicheln, der tapst einfach barfuß quer über den Hof...