WildLand Natural Resort, Hornbostel, Lüneburger Heide, Niedersachsen

WildLand Natural Resort

Es ist amtlich! Der schönste Heidschnuckenbock kommt aus dem Nachbarort. Mit seinem besonders geraden Rücken, einer tipptopp Beinstellung und tiefschwarzem Haupthaar hat er am diesjährigen Heidschnuckentag den Sieg davongetragen. Die Heimat der Schnucken? Die Lüneburger Heide, an deren südlichem Ausläufer das niedersächsische Dorf Hornbostel liegt. Mit norddeutscher Gelassenheit geht die Heide hier in die weite Fluss- und Wiesenlandschaft der Aller über. Ohne viel Tamtam gleich mal ein Geheimtipp vorneweg: Einen der schönsten Sonnenuntergänge gibt's von einer Bank direkt am Aller-Radweg mit freiem Blick auf Wäldchen, Wiesen und Wacholderhaine. Sanftes Heidekrautlila am späten Abendhimmel? Wenn nicht hier, wo sonst? Also: bitte einmal anknipsen und wegträumen!

Und noch mehr Idylle nur einen Hammelsprung entfernt im Dorfkern von Hornbostel. Wie in einem Freilichtmuseum stehen zwischen alten Eichen sieben historische Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert - ein Zeugnis der niedersächsischen Baukultur. Originalgetreu ab- und auf einem naturbelassenen Grundstück wiederaufgebaut, hat sein Vorgänger das Ensemble über 20 Jahre als biologisch und nachhaltig ausgerichtetes Hotel für Tagungen, Feste und kleine Auszeiten betrieben. Ein atmosphärischer Ort, in den sich Inga Ali als Tagungsteilnehmerin vor sechs Jahren bedingungslos verguckt hat. Als sich 2020 die Gelegenheit ergibt, erfüllt sich Inga ihren persönlichen Lebenstraum: Sie übernimmt das WildLand Natural Resort mit der Vorstellung, auf Altbewährtes zu setzen und mit frischen Ideen weiterzuentwickeln.

Seit Juni 2021 darf im WildLand 2.0 - nach sieben Monaten Sanierungs- und Renovierungsarbeiten - endlich wieder getagt und gefeiert, erholt und entschleunigt werden. Von tiefenentspanntem Grün sind die modernen Tagungsräume umgeben, die sich über mehrere Gebäude auf dem Gelände verteilen. Der historische Schafstall ähnelt mit seiner hohen Decke und spitz zulaufendem Dach einer Kathedrale, das alte Speicherhaus ein inspirierender Kreativplatz mit frisch-frechen Farben, zeitgemäßem Design und traditionellem Lehmofen. Ja, überhaupt der Lehm. Der sorgt in den 18 schlicht-schönen und zeitlos eingerichteten Zimmern für angenehmes Raumklima und guten Schlaf, den nicht nur Tagungsgäste schätzen, sondern auch Feiergäste und Auszeitgenießer.

So dünn besiedelt und herrlich (!) unaufgeregt die Landschaft auch sein mag, sie öffnet damit Raum für Neues und großartige Ideen: vom kulinarischen Sonntagsvergnügen unterm knallroten Zelt im Garten zum Yoga-Retreat, vom Proviantkorb für die Paddeltour zum ayurvedischen Abendessen in Bio-Qualität. Wer will, kann sich einmal quer durchs Angebot ‚arbeiten‘ oder aber zur Bank am Aller-Radweg schlendern, genüsslich ins Grüne gucken und warten bis die Sonne untergeht. Was leider nicht in Erfahrung zu bringen war: Wo die prämierte Schnucke nach ihrer Auszeichnung jetzt am liebsten grast. Aber eins ist sicher, entspannte Slow-Down-Plätzchen findet man im Süden der Lüneburger Heide zuhauf!



hiersein-Themen

essen

  • Das von Slow Food empfohlene Restaurant im WildLand ist zu 100% bio-zertifiziert
  • In den Bereichen Fleisch & Fisch und weiteren tierischen Produkten setzt das WildLand auf Bio-Qualität und Tierwohl
  • Ein Großteil des Fleisches wird als Ganztier bezogen, dabei das komplette Tier verarbeitet
  • Die Tiere werden so stressfrei wie möglich noch vor Ort auf der Wiese geschlachtet, anschließend von einem Bio-Schlachter zerlegt
  • So schmeckt die Region: im Angebot sind regionale Spezialitäten wie Wasserbüffel, die an der Aller stehen und Heidschnucken aus der Heide (Tipp: unbedingt den Wasserbüffelmozzarella probieren!)
  • Bei Obst und Gemüse spielen Saisonalität und kurze Wege eine wichtige Rolle, wo immer möglich aus ökologischer Aufzucht oder von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, die nach den gleichen Werten wie das WildLand arbeiten

mensch

  • Das gesamte Team steht hinter der Idee des WildLand Natural Resorts und setzt sich mit großer Leidenschaft für Nachhaltigkeit ein
  • Mitarbeiter bringen eigene Ideen mit, die dem Hotel helfen, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern
  • Die Unterstützung sozialer Projekte sind ein wichtiger Bestandteil ihres nachhaltigen Engagements
  • Inga & Team fördern Programme zur Integrierung von Flüchtlingen und Menschen mit Lernbehinderung - auch im eigenen Hotelbetrieb
  • Bei der Renovierung der Zimmer wurden die alten Betten der Obdachlosenhilfe gespendet; Projekte in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe sind in Planung
  • Und einfach auch mal Danke sagen! - nach den monatelangen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten haben Inga & ihr Team ein Gartenfest für die lärmgeplagten Nachbarn organisiert: schön!

haus

  • Bestand bewahren! - originalgetreuer Wiederaufbau historischer Fachwerkhäuser Niedersachsens aus dem 16. bis 19. Jahrhundert
  • Traditionelle Bauweise! - komplette Kernsanierung im Jahr 2020/2021 unter Berücksichtigung der traditionellen Lehmbauweise und Verwendung originalgetreuer und - wo immer möglich – regionaler Materialien, z. B. alte Hölzer aus heimischen Eichenbeständen
  • Was Inga dabei besonders wichtig war: die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern, die etwas von nachhaltiger und traditioneller Einrichtung verstehen

natur

  • Der alte Eichenbestand bietet Insekten und Vögeln zahlreiche Nistplätze; in den offenen Giebel der Häuser finden auch Eulen Schutz - hach!
  • Der Garten im Gelände ist zur Förderung der Artenvielfalt angelegt wie ein alter Bauerngarten, gegossen wird ausschließlich mit Wasser aus dem eigenen Brunnen
  • Das Leitungswasser, das aus dem 1,5 km entfernten Wasserwerk stammt, wird für Hotelgäste gefiltert und aufbereitet angeboten
  • Im Zuge der Komplettsanierung wurde das Hotel mit der neuesten Energietechnik ausgestattet
  • Die Wärme stammt aus einer Wärmepumpe, zusätzlich wird die Abwärme der Tiefkühlhäuser genutzt, die Energie zentral gesteuert
  • In Planung für 2023: Selbstversorgung mit Strom über Geothermie bzw. Photovoltaik
  • In allen Bereichen, in denen es aus Hygienegründen erlaubt ist, wird mit ökologischen Reinigungsmitteln geputzt
  • Die Mitarbeiter sind außerdem geschult und überzeugt, dass Recycling der richtige Weg ist; der Müll wird getrennt, Bio-Müll landet auf dem hoteleigenen Kompost


und sonst so?

  • Insgesamt stehen 18 Zimmer zur Verfügung, die je nach Struktur der historischen Gebäude in der Größe variieren
  • Der Preis für das Doppelzimmer liegt bei 159 Euro, für das Einzelzimmer bei 129 Euro pro Nacht inkl. Frühstück
  • Ab einem Aufenthalt von 5 Nächten reduziert sich der Überachtungspreis auf 135 Euro (DZ) bzw. 115 Euro (EZ)
  • Kinder bis 12 Jahren zahlen 25 Euro pro Nacht im Zustellbett
  • Babybetten können gegen einen Aufpreis von 15 Euro hinzugebucht werden
  • Hunde sind willkommen für eine Gebühr von 25 Euro pro Nacht
  • Die Zimmer und Veranstaltungsräume sind theoretisch barrierefrei zu erreichen, allerdings ist das Gelände holperig und wegen der Bauweise der Häuser nicht unbedingt komfortabel für Rollstuhlfahrer (doch nicht unmöglich!)
  • Die Tagungsräume sind mit der neuesten Technologie ausgestattet, die auch digitale und hybride Meetings ermöglichen
  • Für Hochzeiten steht die Kathedrale als Trauzimmer der Gemeinde Wietze für 50 Personen zur Verfügung; bei schönen Wetter wird draußen im 'grünen Zimmer' geheiratet
  • Das WildLand bietet seinen Gästen verschiedene Arrangements an, die je nach Geschmack ein 3-Gänge-Menü enthalten, Outdoor-Aktivitäten oder ein Yoga Retreat
  • Wer mag, schmeißt die Laufschuhe ins Gepäck; Räder können vor Ort für 20 Euro pro Tag gemietet werden
  • Tipp: einfach mal durch die WildLand-Webseite stöbern, das Angebot ist richtig toll geworden!